Nur nach Hause geh’n wir nicht

Bam, die Fußballtage gehen weiter, Spiel #3 in 7 Tagen, es ging in der Bundesliga gegen den Hauptstadtclub. Ein Spiel, das höchste Fußballkunst verspricht, ein ständiges Auf und Ab, Torchancen am Fließband, mitreißende Stimmung auf beiden Seiten… NICHT!

Es tut mir leid, ich konnte mich eh schon nie für die Hertha erwärmen, die Spiele waren eh immer so 0815 Spiele, nach dem Pokalaus war die Motivation – zumindest bei mir persönlich – kaum da. Aber nun gut, was will man machen, gibt halt solche und solche Gegner.

Vorm Spiel gings noch kurz in eine bekannte Dortmunder Fankneipe, im Stadion verging die Zeit bis Anpiff dank interessanter Gespräche auch schnell vorbei. Das Spiel selbst war zum Einschlafen… Im Grunde hätte es so ein typisches 0:0 oder glückliches 1:0 sein können. Dortmund die komplette Zeit mal wieder spielbestimmend, aber mal wieder ohne zwingende Aktionen. Im Arbeitszeugnis würde stets bemüht stehen. Hertha einfach nur schlecht, war vielleicht 1 oder 2 mal vorm Tor. Oh stimmt, irgendwann in der zweiten Halbzeit hatten sie einen Pfostenschuss aus dem Nichts. Nun ja, die erste Halbzeit war total langweilig, mit einigen Pfiffen von der Süd ging es in die Halbzeit. Sicherlich haben unsere Spieler nicht auf Weltklassenniveau gespielt, sie waren aber wirklich bemüht und haben das Spiel bestimmt. Ziemlich sinnlos dann meiner Meinung nach.
Die zweite Hälfte plätscherte auch so vor sich hin bis zu einer Ecke in der 60. Minute. Ich kann von meinem Standpunkt aus die Eckefahne kaum sehen, den Strafraum dafür um so besser und man konnte direkt sehen, dass Owomoyela am Hals gezogen wurde. Der Schiri teilte wohl die Meinung und zeigte auf den Punkt, zack bum, 1:0 für unseren geliebten Verein durch Sahin. Danach nahm das Spiel etwas an Fahrt auf, in diese Phase fiel auch der Pfostenschuss der Hertha, das war’s aber auch wieder mit gefährlichen Situationen. Kurz vor Schluss konnte Barrios dann noch zum 2:0 erhöhen. Sahin und Barrios waren mit Sicherheit auch die auffälligsten Spieler auf dem Platz. Gerade bei Barrios merkt man, dass er erst seine Eingewöhnungszeit brauchte und inzwischen trifft und das Spiel berreichert.
Ein, zwei Sätze muss man noch zu Owomoyela sagen: Beim letzten Spielbericht an dieser Stelle klang es auch so, aber irgendwie tut man ihm auch etwas Unrecht. Natürlich spielt er im Moment nicht gut. Eher schlecht, muss man ja mal so sagen. Aber es ist irgendwie unfair, sich nur einen Spieler rauszugreifen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Subotic und auch Kuba weit unter ihren Möglichkeiten bleiben und auch keine guten Leistungen zeigen. Ich bin generell dagegen, nur (oder überhaupt) einzelne Spieler auszupfeiffen (wie bei Owomo bei der Mannschaftsvorstellung geschehen), erst recht, wenn er nicht der einzige ist, der schlecht spielt.

Die Stimmung auch den Rängen passte sich dem Spiel an, irgendwie fehlte das Feuer finde ich. Hertha war im ganzen Spiel vielleicht drei mal kurz zu vernehmen. Nun ja, Freitags abends, 500km, nicht soo fanfreundlich. Die Position in der Ecke unterm Dach ist allerdings eher stimmungsförderlich. Sei’s drum.
Nach dem Spiel ging es für uns noch auf einen Geburtstag und am Ende landete man doch im Limericks um noch kurz ein Cider zu genießen. Irgendwann ertönte auch die Glocke, leider kein Freibier, letzte Runde. Ich hatte die Bedeutung anders im Gedächtnis. Im Hauptbahnhof sprang noch ein Mitfahrer Richtung Heimat ab, er ließ sich bequatschen und hat sich spontan zu einer kleinen WET-Tour Richtung Aue entschlossen. Muss ja auch mal sein.

prof schrieb diesen Beitrag am 31. Oktober 2009 um 15:27 Uhr, inhaltlich geht es um Fußball. Falls Du was dazu zu sagen hast, schreib einfach einen Kommentar. Die Diskussion kann über einen RSS-Feed verfolgt werden.

Zeitreise

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