Die Guten gegen die Freunde der Schlechten

2010 ihr werdet es schon seh’n, da sind wir wieder schuldenfrei und werden Deutscher Meister…

Äh, genug rumgekuttet, kommen wir mal zu den wesentlichen Dingen. Machen wir uns nichts vor: 8 Spiele ungeschlagen, in diesen Spielen ganze 3 (!) Gegentore, unentschieden gegen in letzter Zeit extrem starke Leverkusener und Bremer. 30 Punkte zur Winterpause sind möglich und würden ein enorm gutes Fundament für die Rückrunde darstellen. Der derzeitige BVB macht endlich mal wieder Spaß, so langsam ist eine gewisse Kontinuität im Spiel der Mannschaft zu erkennen, Kloppo scheint so langsam seine Handschrift an den Mann bringen zu können. Weiter so! Momentan darf man sich richtig auf die Rückrunde freuen, es kann eigentlich nur noch besser werden, wenn ein Sebastian Kehl endlich wieder vor den Ball treten darf. Vorwärts BVB!

Das gestrige Spiel ist schnell erzählt. Bereits in der 8. Minute führten die Guten 1:0, Bender bewies ein enorm gutes Auge und legte auf Höhe des Sechzehners auf Großkreutz ab, der mit einem sauberen Rechtsschuss das 1:0 erzielte. Ein Dortmunder Junge schießt sein erstes Tor für seinen, für unseren Verein! Hoffentlich war es das erste von vielen, Spieler wie Großkreutz, Şahin oder einst Zorc und Ricken sind das Salz in der Suppe. Der Verein soll und muss alles dafür tun, dass diesen Menschen ihre Verbundenheit niemals genommen wird.

Zurück zum Spiel: Bereits 5 Minuten später schossen die Guten das 2:0. Wer war’s? Natürlich Lucas Barrios, von dem man sicherlich behaupten kann, dass er beim BVB eingeschlagen ist. Wer in fast jedem Spiel ein Tor schießt, kann nur ein Guter sein. Was an ihm jedoch eindeutig zu kritisieren ist, dass er oftmals viel zu fahrlässig mit seinen Chancen umgeht. Gegen Hoffenheim vergab er 2 Chancen zum 3:1, gestern hätte er gut und gerne auch noch 2-3 den Ball im Netz versenken können. Daran sollte er noch arbeiten, solange er aber den Ball pro Spiel immer noch mindestens 1x im Tor versenkt und wir das Spiel noch gewinnen, kann er das gerne auch etwas ruhiger angehen.

Kurz vor der Halbzeit erhöhte Zidan recht souverän auf 3:0, spätestens da war das Spiel dann auch gelaufen – Nürnberg war einfach erschreckend schwach, sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. Einzige Ausnahme stellt der Torwart dar. Erwähnenswert ist weiterhin, dass sogar ein Zidan inzwischen gute Spiele abliefert, vielleicht sollte der Trainer ihn mal etwas mehr im Mittelfeld aufstellen, ein guter Stürmer wird er wohl nie werden.

Nach der Halbzeit spielte der BVB weiterhin gut nach vorne – etwas was man in den letzten Jahren viel zu selten gesehen hat, das sollte unbedingt beibehalten werden. Beim Fußball geht’s nun mal um Tore – ausruhen is’ nicht. Immer weiter BVB!

Als logische Folge machte Hummels dann in der 61. Minute – nach einem zuvor abgewehrten Schuss von Owomoyela (der gestern auch einige starke Szenen hatte, muss man auch mal festhalten…) – das 4:0. Es spricht natürlich Bände, wenn ein Innenverteidiger ein Tor erzielt: Nürnberg war wirklich, wirklich sehr schlecht – daran ist die Leistung des BVB sicherlich auch zu messen, eine Meisterleistung war es sicherlich nicht. Solche Spiele müssen gewonnen werden, klar. Wenn es jedoch so souverän geschieht, ist das trotz der Umstände lobenswert.

Auf den Rängen und darum herum war es ein relativ normales Heimspiel. Vor dem Spiel war vor dem Westfalenstadion nichts zu sehen, als man im Block ankam, waren Ultras Nürnberg inkl. einiger Taugenichtse (zu sehen an den Schals und einigen Schwenkern) bereits anwesend. Von diesen gab es zum Intro ein Spruchband („Vorwärts Glubb“) mit einigen Fahnen, sah ganz nett aus, meiner Meinung nach waren es aber ein paar Fahnen zu wenig. Trotzdem immer schön, wenn man von den Gästen etwas für’s Auge kriegt.

Der Nürnberger Singsang war nicht wirklich gut, das hat man von den Gästen aus dem Freistaat Bayern schon mal durchaus besser gehört. Die einzig vernehmbaren Gesänge waren jene, die die Freundschaft zu Gelsenkirchen ausdrücken sollten. Ferner zeigten die Gäste in der Mitte der 2. Halbzeit noch ein Spruchband an die Schickeria („SM: Nach dem Training noch ’ne Laufeinheit? Ihr seid und bleibt Lutscher!“). Persönlich fragte man sich durchaus, ob der BVB nun unter der Woche mit dem FCB fusioniert hat oder was das Ganze nun genau im Westfalenstadion zu suchen hatte… Wie auch immer, weiter so, ULTRAS! Ihr macht das schon. Vielleicht.

Die eigene Stimmung war relativ normal für ein Heimspiel, Bäume hat man sicherlich nicht ausgerissen, trotzdem ist eines der besseren Heimspiele. Die Südtribüne schickte nach dem 4:0 die Nürnberger Taschentuchwedelnd nach Hause, sicherlich ein nettes Bild. Dazu wurden auch noch einige ältere Lieder gesungen, sehr schön war auch das „Leuchte auf mein Stern Borussia“ inklusive Schalparade, bei der sich sehr viele Leute beteiligten. Für den persönlichen Anspruch war das aber immer noch nicht richtig gut. Raum nach oben ist durchaus vorhanden und sollte auch immer vorhanden bleiben!

Abschließend bleibt festzuhalten, dass man mit dem BVB endlich wieder Spaß hat, Nürnberg schon mal besser war, Taugenichtse einfach nur Taugenichts sind und bleiben und dass man nächste Woche gegen Wolfsburg durchaus eine Chance hat. Gewinnen wir nächste Woche, so kann man sich „richtig“ auf den 100. Geburtstag unserer Borussia freuen, vielleicht schafft man es durch zwei Siege ja, auf den für Europa qualifizierenden Plätzen zu überwintern… Träumen dürfte ja zumindest an Weihnachten mal erlaubt sein.

Freundschaft!

P.S.: Schöne Grüße an den polizeilichen Geisterfahrer auf der Hohen Straße! Kleines Rätsel, nur für Dich: Was ist gefährlicher? Eine Gruppe aus relativ vielen Leuten, die auch gut zu erkennen ist (Bengalo und so) oder ein hysterischer Polizist, der seinen VW-Bulli vor lauter Hysterie locker durch den Gegenverkehr navigiert? Na? Lösungen bitte nicht an uns, zu gewinnen gibt es einen § 2 des PolG NRW!

f schrieb diesen Beitrag am 6. Dezember 2009 um 14:41 Uhr, inhaltlich geht es um Fußball. Falls Du was dazu zu sagen hast, schreib einfach einen Kommentar. Die Diskussion kann über einen RSS-Feed verfolgt werden.

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