Projekt 81 gestorben

Suuuper. Schlechtes Wetter, viel Schnee, Sonntags in Stuttgart, verloren, nicht so der Beste Tag. Fangen wir mal der Reihe nach an.
Sonntag ging es für das gefühlte beste Unternehmen im Motorsport auf Abschiedsfahrt, man durfte uns nach Stuttgart bringen. Während die Typen mit ihren Mädels nahezu komplett McD am HBF nach der Disconacht einnahmen, ging es für uns auf nach Stuttgart.

Dank eines relativ verrückten Busfahrers und einem Schneepflug vor’m Bus (anders kann ich mir das Tempo bei den Wetterverhältnissen kaum erklären) ging es relativ zügig nach Stuttgart. Bei netten Geschichten, schlechten Witzen und super Selbstverpflegung verging die Zeit verdammt schnell. In Stuttgart dann etwas Ratlosigkeit bei den Ordnern, man hat wohl noch nicht mit uns gerechnet. Da es bis zur Toröffnung nach lange hin war nochmal auf ein Bierchen in den Bus gepflanzt.

Irgendwann in das Stadion rein, wird ja derzeit umgebaut. Das hatte zur Folge, dass es Karten ab 27 € aufwärts gab, faire Fanpreise. Selbst wenn es normal halt der Sitzplatzbereich ist, muss ja echt nicht sein. Schon hart, wenn man sich überlegt, dass solche Preise in England wohl normal sind.

Irgendwann ging das Spiel dann auch endlich los, auf unserer Seite heute mit zwei neuen/zusätzlichen Vorsängern neben Daniel. Kann man nicht soo viel zu sagen,schwieriges Spiel auch für die beiden. Sowohl auf dem Platz (Wie immer kaum Worte. Zwar nicht super gespielt, kurz vor und auch nach der Halbzeit ging es allerdings. Die Niederlage am Ende zwei Tore zu hoch. Aber das Spiel war schwieriger als z.B. das in München sein wird. Wenigstens kommt man jetzt wieder auf den Teppich der Tatsachen zurück, außerdem hat man auf Hamburg nur einen Punkt, auf Frankfurt und Bremen keinen Punkt verloren, von daher alles im Rahmen.) als auch auf den Rängen nicht das Gelbe vom Ei.

Bei uns nur nach dem 1:1 gute Stimmung, ansonsten eher Durchschnitt, allerdings auch im unteren Bereich. Zu wenig Feuer im Block (außer zum Anpfiff der 2. Halbzeit, sah nett aus!), zu häufig wurde auch versetzt gesungen. Lag meiner Meinung nach auch etwas an der flachen Bauart des Blockes.

Kommen wir zu Stuttgart. Meiner Meinung nicht so schlecht, wie danach zu lesen/hören war. Zu Beginn ein nettes Intro. Allerdings – und jetzt kommt meiner Meinung nach einer der Gründe, warum die Ultrabewegung irgendwann wieder zu Grunde geht – ein unglaubliches Verhalten nach dem 1:0. Während der „normale“ Fan sich freut, ausrastet, einfach nur jubelt, hält der Ultra von heute es für nötig, direkt (!!! und direkt ist als direkt gemeint) ein Spruchband hochzuhalten („Viele Späher, keine Krieger. Eure Fahne seht ihr nie wieder“) und Sachen zu zeigen. Natürlich schmerzt sowas immer, aber wenn es mehr oder weniger bekannt ist und man sich in der Vergangenheit mit dem Zeigen von Sachen nicht mit Ruhm bekleckert hat ist sowas irgendwie etwas peinlich. Aber muss ja jeder für sich selbst entscheiden.

Für mich persönlich zeigt das einfach nur, wo die Prioritäten liegen. Ich persönlich fahre ja zum Fußball, weil ich den Verein liebe (und mir somit auch irgendwie der Erfolg am Herzen liegt) und nicht, weil ich mich als Ultra definiere. Wenn das Zeigen von Sachen an erster Stelle seht kann man sich ja nächstes Jahr auf dem Nebenplatz treffen. Schwachsinn!

Rückfahrt ging dann auch wieder sehr schnell um, gegen 0 Uhr war man wieder in Dortmund. Nächste Woche kommt dann Frankfurt, sicherlich auf dem Platz (immerhin punktgleich mit Bremen) und auch nebenher ein interessantes Duell.

prof schrieb diesen Beitrag am 2. Februar 2010 um 21:51 Uhr, inhaltlich geht es um Fußball. Falls Du was dazu zu sagen hast, schreib einfach einen Kommentar. Die Diskussion kann über einen RSS-Feed verfolgt werden.

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